In unserer Kategorie „Schwerter*innen im Porträt“ stellen wir unterschiedliche Persönlichkeiten vor, die vielleicht nicht immer in der ersten Reihe stehen, aber durchaus spannendes zu erzählen haben. Von interessanten Macher*innen hinter einem Projekt, über ehrenamtlich Engagierte bis hin zu den kreativen Köpfen in Schwerte – hier heißt es einmal im Monat: „Fünf Fragen an…“
1. Wir sind…?
… ein Teil der Schwerter Trommelgruppe Ya Ya Néne, eine Gruppe von Trommlern und Trommlerinnen, die bereits seit über 20 Jahren unter der musikalischen Leitung von Christiane Heetmann zusammen spielen und sowohl in Schwerte als auch überregional bei unterschiedlichsten Veranstaltungen und Festivitäten auftreten. Der Trommelschlag und Gesang von Ya Ya Néne steht für begeisternde, fetzige und sanfte Rhythmen und Lieder, die größtenteils aus Westafrika stammen. Wir möchten den Menschen Freude und Rhythmus schenken, den Funken überspringen lassen und ein fröhliches Miteinander schaffen. Das Wichtigste aber ist natürlich der gemeinsame Spaß an der Musik mit und in der Gruppe.
2. Ya Ya Néne ist…?
… ein Verein, der afrikanische Djembemusik und Rhythmen aus Guinea, Ghana, Senegal und anderen afrikanischen Ländern spielt. Unser Ensemble besteht aus bis zu 22 Rhythmusbegeisterten, die einmal in der Woche und vereinzelt auch an Workshoptagen sowie einem jährlichen Kompaktwochenende proben. Neben den Djemben nutzen wir Basstrommeln, Flöte, Balafon, Sansula, Kleinpercussion und Gesang. Das Repertoire reicht von schwungvollen Partyarrangements bis hin zu traditionellen Stücken, die z.B. zum Kampf für Freiheit und Menschenrechte aufrufen. So vielfältig wie die Anlässe und Themen sind, so verschieden sind auch unsere Musikstücke.
Im Laufe der letzten Jahre hat Ya Ya Néne einen Platz in der Schwerter Kulturlandschaft gefunden und gehört inzwischen zum festen Bestandteil der Schwerter Musikszene. Neben zahlreichen Auftritten bei unterschiedlichsten Veranstaltungen in Schwerte sind wir auch überregional unterwegs. Unsere Auftrittspalette ist vielfältig und reicht z.B. von Veranstaltungen beim Bündnis gegen rechts oder des Arbeitskreises Asyl bis hin zu überregionalen Highlights wie z.B. DortBunt, dem Hörder Sehfest oder dem Dortmunder Westparkfest.
Ein wichtiges Anliegen ist unser soziales Engagement. So unterstützen wir mit unserer Musik u.a. auch Aktionen und Veranstaltungen gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt oder soziale Projekte mit einer finanziellen Jahresspende. In diesem Jahr freuen wir uns besonders über eine Einladung zum Afrikafestival in Münster, wo wir neben zahlreichen Bands auftreten werden. Ebenso ist unser Auftritt beim Fest „Schwerte international- bunt & vielfältig“ Ende Mai wieder ein tolle Gelegenheit gemeinsam mit vielen Schwerter Kulturen ein Zeichen für Toleranz und ein buntes Miteinander zu setzen.
3. Schwerte ist für uns…?
Bernd: Für mich ist Schwerte eine Stadt, die unglaublich viele Vereine, Gruppen und Netzwerke hat und dies auf den verschiedensten Gebieten: kulturell, sportlich, politisch und sozial. Außerdem ist sie nicht zu groß, so dass man schnell Leute kennenlernen und wieder treffen kann.
Heike: Für mich eine vielfältige, engagierte und liebenswerte Stadt mitten im Grünen, in der ich seit meinem 5. Lebensjahr stark verwurzelt bin und das Miteinander schätze. Es war und ist vieles möglich durch gute Netzwerke und viele engagierte Menschen. Man kennt sich, trifft sich, tauscht sich aus. Nur so können immer wieder neue Ideen und Projekte entstehen.
Christiane: Ich schätze die vielfältigen kulturellen Angebote, wie z.B. das Welttheater der Straße, die Expo Kunstausstellung oder den Krippenweg in Schwerte ebenso wie das Miteinander. Es gibt hier sehr viele engagierte und aufgeschlossene Menschen, die spannende Projekte auf die Beine stellen.

4. Unsere Lieblingsspots in Schwerte…?
Bernd: Mein Lieblingsspot in Schwerte ist das Eiscafe Venezia. Hier sitze ich oft, entspanne, kann Leute treffen und Leute beobachten. Außerdem die Wälder rund um Schwerte, wo ich viel spazieren gehen kann.
Heike: Mein Lieblingsspot sind die Ruhrwiesen, die Wälder, die Natur rund um die Stadt und ihren Ortsteilen (besonders in Ergste!). Hier kann ich wandern, radeln, Ruhe finden, genießen und bin immer schnell in einer Gastronomie, wo ich gemütlich den Moment genießen kann oder bestimmt jemanden treffe, den ich kenne.
Christiane: Nach der Arbeit liebe ich es mit dem Hund im Wald oder an der Ruhr spazieren zu gehen. An Sommerabenden besuche ich gerne die Konzerte in der Heidekneipe.
5. Ya Ya Néne in 5 Jahren?
Bernd: Ich denke, dass wir unser Repertoire erweitert haben, weiterhin experimentieren und unseren Spaß erhalten. Ich hoffe, dass noch weiterhin neue Leute zu uns stoßen, damit wir unseren Schwung behalten.
Heike: Wenn ich daran denke, was wir in den letzten 20 Jahren alles geschafft und gemacht haben, wünsche ich mir, dass es weitergeht, mit Kreativität, neuen Ideen, mit Lust und Laune am gemeinsamen Miteinander und Spaß, bei dem was wir tun. Und da wir ja nun alle auch ein bisschen älter werden, wünsche ich uns den ein oder anderen Nachwuchs, so dass wir nicht irgendwann das Kapitel Ya Ya Néne aus Altersgründen oder mangels aktiver Mitglieder schließen müssen.
Christiane: Ich genieße die Spielfreude und das Miteinander in der Gruppe und wünsche mir, dass es noch lange so weitergeht. Wir kennen uns nun schon so viele Jahre, sind als Gruppe fest zusammen gewachsen, sind aber auch immer für Neueinsteigende offen und so soll es gerne weitergehen: Mit viel Freude am Rhythmus und am gemeinsamen Spiel werden wir unser Programm zunehmend erweitern und dieses hoffentlich noch lange für ein interessiertes Publikum auf die Bühne bringen.
Getreu unserem Motto:
Ratatataamm!
Fotos: ©Ya Ya Néne
Website: www.yayanene.de